Eiszapfen

 

Eisig Wind weht über kahle Felder,

auf denen einst die Liebe hat geblüht.

Erstarrt sind Gras und Blumen,

durch des Frostes Kälte wird das Herz zu Eis.

 

Geblendet werden die Gedanken.

Schnee von gestern strahlt und blitzt.

Eisberg versperrt den Weg zum Herzen,

das selbst vor Kälte ist verhärtet.

 

Nicht Feuer der Liebe wurde geschürt.

Mit eisigen Gedanken führt die Hand

den Dolch, der lässt das Herz erfrieren.

Gefrorne Tränenperlen wärmen es nicht.

 

Winterstarre lähmt die Hoffnung,

dass sie an Frühling denkt, der das Eis

lässt schmelzen und neuen Samen

für Liebesblumen in die Herzen gibt.

 

Sollte sich doch ein Zauber finden,

der durch Liebessonne schmelzen

lässt das Eis, wächst eine Rose ohne

Dornen, die für die wahre Liebe blüht.

 

©Folkmar Drechsel–06.01.2010

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Kommentare: 1
  • #1

    p.s (Dienstag, 26 Januar 2016 20:18)

    Das ist auch ganz gut.

    Gefällt mir.