Herzensfrieden

 

Geisterschwaden ziehn durch

das leichenblasse Tal.

Farbenpracht der Bäume

verdunstet im Nebel.

 

Der goldene Herbst

ist jetzt verschleiert.

Weiße Winterzeit

wird uns verkündet.

 

Gespenstisch, schemenhaft,

erscheint am Hang der Wald.

Sonne findet den Weg

nicht durch dicke Wolken.

 

Außer dem Gekrächz

der Krähen, ist kein

Vogel in Bäumen

und der Luft zu hörn.

 

Das alles sagt uns doch:

Bald wird er erscheinen,

bitter kalter Winter

mit seiner eisgen Zeit.

 

Manchem wird sich legen

das alles aufs Gemüt.

Die Birken haben auch

schon keine Blätter mehr.

 

Ein Bach murmelt leise:

Bald sind die Bäume leer.

Und doch verspüre ich

in mir: Herzensfrieden.

                    

©Folkmar Drechsel-08.11.2011

Kommentar schreiben

Kommentare: 0