Der Schein trügt

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt,

heute gehasst und morgen geliebt.

Wie schnell hat man es sich eingeredet,

was schon bald ein falsches Wort tötet.

 

Luftschlösser, auch noch auf Sand gebaut,

weil so oft einem falschen Gefühl getraut.

Gefühle aus Herz und Bauch, mit wenig Verstand

setzen so manche begonnene Freundschaft in den Sand.

 

Anscheinend der Hölle entronnen, dem Himmel nah,

doch bevor man sich hat besonnen, ist nichts mehr da.

Liebe ist kein Tummelplatz für austauschbare Gefühle,

wieso muss sie dann herhalten für Internetspiele?

 

Internetliebe kann schön sein, das ist Fakt,

doch wenn sie nur eingebildet, gerät sie aus dem Takt.

Sie wird zu einem Drahtseilakt, ohne Netz

und doppelten Boden. Es wird zum Fluch, das Net.

 

Nicht alles, was wie Wahrheit scheint, ist immer gut,

siehst du genauer hin, entpuppt es sich als Lug und Trug.

Der Schein trügt, die Wahrheit siegt, zum Himmel schrein

hilft nicht. Es scheint nur so, drum wahr den Schein.

 

 

©Folkmar Drechsel-06.12.2008

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Kommentare: 2
  • #1

    Alex (Sonntag, 26 April 2015 11:47)

    Das ist so ein schönes Gedicht ich finde es echt gut geschrieben und ich muss sagen mir gefällt es super!

  • #2

    p.s (Samstag, 03 Oktober 2015 19:13)

    Find ich so nicht schlecht.

    Bin aber auch der Meinung das es etwas schwer zu lesen ist