Ausgang der Worte

Mir sind die Worte ausgegangen, drum zieh ich in die Welt hinaus,

Lebe dort in Saus und Braus und versuch sie wieder einzufangen.

 

Wenn ich mal nichts zu sagen weiß, dann quak ich keinen Scheiß

Und rede nicht um den Brei herum, auch wenn er noch so heiß.

 

Schmeißt mir dann einer einen harten Brocken an den Steiß,

Pack ich ihn und achte drauf, dass ich mir die Zähne nicht ausbeiß.

 

Der Zahn der Zeit, er nagt an allen Enden. Der Dichter höchstes Gut,

Ist Worte zu verschwenden, doch mit Bedacht, zuviel ist nicht genug.

 

Verschieß mein Pulver nicht mit: Ach, ihr wisst schon was ich meine

Und sag die Meinung, wenn ich eine hab. Hab ich keine, bleibt sie meine.

 

Das meine ich, wenn ich jetzt nichts mehr sage, denn zur Plage soll

Nicht werden mein Gedichte, ich setz mich von der Tann unter eine Fichte.

 

 

©Folkmar Drechsel-16.01.2009

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