Reimzone

 

Reime sind das Eine,

denn wie Kinderspiele,

Wort gereiht so feine,

wecken sie Gefühle.

 

Spiele ich mit Worten,

treffen spitze Pfeile,

die es gilt zu orten,

gegen Langeweile.

 

Worte aus Gedanken,

in Verse umgefüllt,

lassen uns nicht wanken,

den Seelenhunger stillt.

 

Wahrheit ans Licht gebracht,

nicht um zu betören,

sinnvoll und mit bedacht,

auf die Worte hören.

 

Und wer nicht hören kann,

muss fühlen des Wortes,

nicht Amors Pfeile dann,

unheimlichen Ortes.

 

Denker in seiner Macht,

nicht wankend Dichterwelt,

die in der Worte Pracht

den Geist zusammen hält.

 

Rinnen Gedanken hier,

unaufhaltsam auf ein

jungfräulich Blatt Papier,

ist alles nicht zum Schein.

 

Und dieser Schein trügt nicht,

auch wenn treibt sein Wesen

ein gar scheinheilig Wicht,

das war’s wohl gewesen.

 

Er trübt das Wasser nicht,

kann es keinem reichen,

betrübt ist nicht das Licht,

denn es wird kaum weichen.

 

 

©Folkmar Drechsel–20.03.2010

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