Säuremord

In den frühen Stunden des 13. eines Monates torkelte Franz Sauerbier aus seiner Stammkneipe. Er wollte vor dem Morgengrauen, so nannte er seine Frau, in der Küche sitzen. Mit einem Sirup Bonbon, hoffte er den Biergeruch zu neutralisieren. Als er zum Hintereingang in sein Haus schwankte übersah er den kleinen Zettel, auf dem „frisch gebohnert“ stand.

Franz bemerkte auch nicht, dass das Brett vor dem Keller nicht zugeklappt war. Ohne etwas dagegen tun zu können, rutschte er auf dem glatten Wachsboden aus und stürzte die Kellertreppe hinunter. Unten stand ein großes Fass, halbvoll mit Sauerkraut. In dieses stürzte er kopfüber. Als man ihn Stunden später fand, kam jede Hilfe zu spät.

Dem „Morgengrauen“ wurde wegen Mordverdachtes gesiebte Luft verordnet.

Bei der vom Staatsanwalt angeordneten Autopsie fand der Pathologe eine ausgebissene Zahnkrone. Das lässt den Schluss zu, dass Franz das Sirup Bonbon nicht gelutscht, sondern zerbissen hatte.

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