Kellergeist

 

 


Der Schreck sitzt mir noch in den Gliedern. Es geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Wie versteinert stand ich da und wusste nicht was mit mir geschieht.
Ach so, ich muss ja erst erklären, wie es dazu kam. Mir wurde gesagt, dass ich eine neue Wohnung suchen müsste. Und auf der Suche fand ich nicht nur eine Wohnung, sondern ein Haus. Keine Angst, das ist nicht erschreckend für mich gewesen. Es war nur unangenehm, denn ich bin vor drei Jahren erst eingezogen.
Doch nun ziehe ich in ein Haus mit vielen Räumen, Kohle- und Vorratskeller. Um nach und nach leere und gefüllte Gläser ein zu stellen, will ich den Vorratskeller säubern. Den Lichtschalter brauche ich gar nicht zu betätigen, der Strom ist abgemeldet und die Neuanmeldung greift noch nicht. Durch die weit geöffnete Tür betrete ich mit Besen und Kehrschaufel bewaffnet die dustere Höhle. Spinnweben, die zu einem dichten Schleier geworden sind entferne ich und kehre Regale ab. Die ersten leeren Gläser warten schon drauf in ein gesäubertes Regal zu kommen.
Im vorderen Bereich kehre ich zügig und laufe dabei nach hinten, um im finstersten Teil den Kampf gegen den Dreck aufzunehmen. Vor dem Regal stehend wedle ich mit dem Handfeger hin und her. Plötzlich springt mir etwas von oben auf den Rücken. Außer mir ist niemand im Haus, würde ich um Hilfe rufen, hörte es keiner. So stehe ich wie gelähmt vor dem Regal. Meine Gedanken rasen. Mit Ratten habe ich schon Erfahrungen gemacht…
Doch es krallt sich auf meinem Rücken nichts ein. Schmerzen verspüre ich keine, nur einen sanften Druck der hin und her streicht. Was soll ich tun, ich seh nichts, kann nichts greifen und doch ist da was. Am besten, ich rege mich nicht. Dabei stehe ich immer noch wie gelähmt, kann weder schreien, noch mich bewegen. Es bleibt bei dem sanften Schreck, ich befinde mich in einem Zustand den ich kaum beschreiben kann. Mir ist, als ob ich nicht ich selbst bin. Um mich ist Totenstille und da bewegt sich etwas. Es kommt auf mich zu. War es doch gerade noch auf meinem Rücken. Ein wippender Draht streift meinen Kopf. Wird etwa eine Schlinge daraus, die sich zuzieht? Noch einmal überfällt mich die Ohnmacht.
Als ich aus der Erstarrung zu mir komme, höre ich etwas zu Boden fallen. Unten liegt ein Ofenrohrreiniger. Ein langer Draht mit einem Stahlbesen, den ich gut gebrauchen kann. Stunden vorher dachte ich an so ein Gerät, nun liegt es vor mir und hat mich gewaltig erschreckt.

 

 

Der Schreck sitzt mir noch in den Gliedern. Es geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Wie versteinert stand ich da und wusste nicht was mit mir geschieht.
Ach so, ich muss ja erst erklären, wie es dazu kam. Mir wurde gesagt, dass ich eine neue Wohnung suchen müsste. Und auf der Suche fand ich nicht nur eine Wohnung, sondern ein Haus. Keine Angst, das ist nicht erschreckend für mich gewesen. Es war nur unangenehm, denn ich bin vor drei Jahren erst eingezogen.
Doch nun ziehe ich in ein Haus mit vielen Räumen, Kohle- und Vorratskeller. Um nach und nach leere und gefüllte Gläser ein zu stellen, will ich den Vorratskeller säubern. Den Lichtschalter brauche ich gar nicht zu betätigen, der Strom ist abgemeldet und die Neuanmeldung greift noch nicht. Durch die weit geöffnete Tür betrete ich mit Besen und Kehrschaufel bewaffnet die dustere Höhle. Spinnweben, die zu einem dichten Schleier geworden sind entferne ich und kehre Regale ab. Die ersten leeren Gläser warten schon drauf in ein gesäubertes Regal zu kommen.
Im vorderen Bereich kehre ich zügig und laufe dabei nach hinten, um im finstersten Teil den Kampf gegen den Dreck aufzunehmen. Vor dem Regal stehend wedle ich mit dem Handfeger hin und her. Plötzlich springt mir etwas von oben auf den Rücken. Außer mir ist niemand im Haus, würde ich um Hilfe rufen, hörte es keiner. So stehe ich wie gelähmt vor dem Regal. Meine Gedanken rasen. Mit Ratten habe ich schon Erfahrungen gemacht…
Doch es krallt sich auf meinem Rücken nichts ein. Schmerzen verspüre ich keine, nur einen sanften Druck der hin und her streicht. Was soll ich tun, ich seh nichts, kann nichts greifen und doch ist da was. Am besten, ich rege mich nicht. Dabei stehe ich immer noch wie gelähmt, kann weder schreien, noch mich bewegen. Es bleibt bei dem sanften Schreck, ich befinde mich in einem Zustand den ich kaum beschreiben kann. Mir ist, als ob ich nicht ich selbst bin. Um mich ist Totenstille und da bewegt sich etwas. Es kommt auf mich zu. War es doch gerade noch auf meinem Rücken. Ein wippender Draht streift meinen Kopf. Wird etwa eine Schlinge daraus, die sich zuzieht? Noch einmal überfällt mich die Ohnmacht.
Als ich aus der Erstarrung zu mir komme, höre ich etwas zu Boden fallen. Unten liegt ein Ofenrohrreiniger. Ein langer Draht mit einem Stahlbesen, den ich gut gebrauchen kann. Stunden vorher dachte ich an so ein Gerät, nun liegt es vor mir und hat mich gewaltig erschreckt.

 

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