Im Einsiedlerwald

Der Einsiedler nahm seinen Pilzkorb und legte ein Messer hinein. Lovrix bekam einen Korb für die Beeren. Sie mussten nicht lange laufen und schon leuchteten ihnen Walderdbeeren entgegen. Lovrix pflückte sie, während der Einsiedler sich nach Kräutern umsah. Ein kleiner Hase kam angehoppelt und beobachtete sie.

„Hallo Einsiedler, pflücke nicht alle Kräuter, ich will auch noch welche fressen!“

„Keine Angst, es bleiben genug für dich übrig.“

Der Elfenjunge bückte sich und streichelte den Hasen. „Grüße bitte die  Sonnenvergissmeinnicht Blume von mir.“

„Das werde ich tun“, sagte der Hase und sprang davon.

Am Weg sah Lovrix zwei Boviste. Er kniete sich davor. Es puffte und schwarzes Pulver stob heraus. „Du hast ja eine schwarze Nase“, lachte der Einsiedler. Und der kleine Gnom, der die Boviste hatte platzen lassen, kugelte vor Freude auf der Wiese herum. Der Junge putzte sich die Nase. Dann kamen sie zu einem Himbeerstrauch. Die Beeren schmeckten herrlich süß. Lovrix pflückte auch einige in den Korb. Er legte sie neben die Erdbeeren. Später fanden sie auch noch Heidelbeeren.

 

 

Der Einsiedler hatte inzwischen Steinpilze, Maronen, Hallimasch, Pfifferlinge, Rotkappen und viele Kräuter gefunden. Pilze kannte Lovrix schon. Seine Oma hatte ihn immer mitgenommen, wenn sie welche gesammelt hat.

„Einsiedler, was sind das für Kräuter, die du gefunden hast?“

"Komm her und rieche an ihnen. Einige wirst du am Geruch erkennen."

Lovrix nahm ein Blatt und rieb es zwischen den Fingern. "Oh, das riecht wie Kaugummi, ist das Pfefferminze."

"Schnüffel einmal an diesem.", sagte der Einsiedler.

"Es duftet wie Waldmeisterlimonade."

"Hast Recht. Das ist auch Waldmeister. Davon mische ich auch etwas unter den Tee für den Winter."

"Und was ist das hier?"

"Johanniskraut, daraus mache ich die Tinktur, die ich dem Eichhörnchen auf seine schmerzenden Stellen geträufelt habe. Und hier ist Salbei, er kommt zum Tee. Das ist Oregano, er gibt ein gutes Gewürz für die Suppe."


Plötzlich rauschte es und ein zischendes etwas landet zwischen den Bäumen. Fast vor Lovrix’ Füßen. „Hoppla“, rief der Einsiedler, "wen haben wir denn da?" Lovrix sah noch mal genau hin. Das Tier war so groß wie ein Schwan. Aber es hatte drei Köpfe und auf seinem Rücken saß ein Gnom. "Ups", sagte der Gnom und blickte sie ganz vergnügt an, "wir mussten notlanden. Meinem Drachen ist das Futter ausgegangen. Er muss erst einmal Beeren und Pilze tanken, dann können wir weiterfliegen.“

„Na da wünschen wir weiterhin guten Flug", lachte der Einsiedler. Dann wandte sich der Einsiedler Lovrix und schlug vor: "Komm, wir gehen zurück, nachmittags will ich mit dir zur Drachenerzhöhle gehen."